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Niedermohr

gestern, heute, morgen

Die Gemeinde Niedermohr besteht aus den Ortsteilen Niedermohr, Reuschbach und Schrollbach. Bis zur Verwaltungsreform gehörten noch Bettenhausen und der Ortsteil Nanzdiezweiler dazu. Erste urkundliche Erwähnung von Niedermohr 1387, Reuschbach 1692 und Schrollbach 1495. An der westlichen Grenze des Landkreises Kaiserslautern, nahe an der Mündung des Mohrbaches in den Glan, eingebettet in eine herrliche Landschaft mit seiner höchsten Geländeerhebung, dem Diestelsberg, von 433 m (im Ortsteil Reuschbach) und dem tiefsten Geländepunkt im Mohrbachtal von 215 m, liegt die Gemeinde Niedermohr. Eine gepflegte Naturlandschaft entlang des Mohrbachtalweges, bietet sich zum Wandern und radfahren an. Der Aufstieg zum Hochwald per Fuß oder Rad belohnt mit einem Ausblick über den Westrich und ins Landstuhler Bruch.

Gepflegte Gastronomie in 4 Gasthäusern lädt zum Entspannen und zur Stärkung ein. Auf Wunsch kann das Kupferbergwerk, das Ende des 18. Jhd. bis zur ersten Hälfte des 19. Jhd. in den "schwarzen Fels" getrieben wurde, besichtigt werden. Zur Zeit sind 2 Stollensysteme zugänglich. Vom 3. Stollenteil liegt der erste Teil frei - der Rest ist verschüttet, und soll noch freigegraben werden.

Die Landwirtschaft hat ihren Stellenwert eingebüßt. Nur noch 3% der rund 1550 Einwohner sind hier beschäftigt. Die 834 ha landwirtschaftlichen Flächen (Gesamtgemarkung 1233) werden von 4 Haupterwerbsbetrieben bewirtschaftet, davon 2 Betriebe mit Milchviehhaltung, 1 Betrieb Pferdehaltung und 1 Betrieb Schweinezucht/-mast. Der Nebenerwerb in der Landwirtschaft hat sich auf Schaf- und Ziegenhaltung verlagert.

97 % der Beschäftigten pendeln in die Industrie, den Handel und sonstiges Gewerbe. Schwerpunkt ist hier der Großraum Kaiserslautern, Homburg, aber auch bis Ludwigshafen (BASF) sind Einzelne unterwegs.

Besonders erwähnenswert ist die Pfarrkirche "St. Georg" in Kirchmohr. Kirchmohr ist kein eigener Ortsteil, sondern gehört zu Niedermohr.

Erste urkundliche Nennung und weitere Jahreszahlen:

987 Siedlung Mohara mit Kapellchen

1219 Kirche zu Kirchmohr

1379 Neubau/Anbau

1600 Kompetenzbuch "simultan"

21. Nov. 1705 Religionsdeklaration des Kurfürsten Johann Wilhelm - mit der durchgeführten Kirchenteilung "Rijswyker Frieden" wurde das Gotteshaus den Katholiken zugewiesen.

1749 Katholisches Gotteshaus

1761 - 1783 Renovierung der baufälligen Kirche

24. Febr. 1885 Pfarrer Johann Martin Jäger, bekannt unter dem Dichternamen Fritz Claus, leitet die Pfarrei.

1911/12 Umbau der Kirche

2005 Verkauf des Pfarrhauses

Zur Zeit ist die Pfarrei ohne ortsansässigen Pfarrer, da sein Aufgabenfeld mehrere Pfarreien umfaßt. Wallfahrtsort Maria-Hilfs-Fest, Festbegehung 1. Wochenende nach Pfingsten.

Schwerpunkt:

Aus den ehemaligen landwirtschaftlichen Ortsteilen haben sich attraktive Wohnstätten gebildet. Seit 1970 wurden ständig Neubaugebiete angeboten. Der Zuwachs der bebauten Fläche hat zu einem Bewohneranstieg beigetragen, da die Wohngemeinde von den Natoangehörigen, insbesondere durch unsere amerikanischen Freunde, gerne angenommen wird. Die Dorfgemeinschaften sind intakt.

Der zukünftige Schwerpunkt wird im überplanen der alten Ortskerne liegen. Die ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzgebäude umzugestalten und einer neuen Nutzung zuzuführen wird sehr schwierig. Der Wohnungsmarkt dürfte gesättigt sein. Laut Zukunftsprognose wird unserer Region bis 2050 noch 40-60 % der jetzigen Bevölkerung vorausgesagt.

Gemeinsam müssen wir hier entgegenwirken.

Karl Wolf, Ortsbürgermeister

 

Niedermohr im Wandel der Zeit